Fotograf Leipzig Corwin von Kuhwede

Blogparade: Fotograf, der beste Job der Welt

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Als Fotograf hat man es schon gut. Man wird ständig auf die geilsten Partys der Stadt eingeladen, ist nur von schönen Menschen umgeben und schwimmt im Geld. Und dieses verdient sich ja einfach, weil man hin und wieder nur mal auf den Auslöser seiner Kamera drückt. Hinzu kommt, dass man mit allen Prominenten der Welt per Du ist und mit all seinen Modellen etwas hat. So zumindest kommt mir das Bild vor, dass viele Menschen vom Beruf des Fotografen haben.

Ich muss euch enttäuschen, es ist nicht so! Zumindest nicht bei mir.

Aber ich schreibe in diesem Beitrag gern, warum Fotograf für mich dennoch der beste Job der Welt ist.

Ich konnte mich selbst ausbilden

Ich selbst bin eigentlich laut Statistik jemand, der zum Scheitern verurteilt ist. Ich habe kein Abitur, kein Studium und keine abgeschlossene Lehre. Ich habe quasi kein Papier in der Hand, das mir bescheinigt, dass ich etwas kann. Gut, ich habe irgendwann später eine Weiterbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung absolviert und auch bestanden, aber das war zu der Zeit als ich bereits in den ersten Zügen fotografierte.
Dennoch bin ich ein Beispiel dafür, dass man all diese Dinge nicht zwingend braucht, um ein glückliches Leben zu führen. Die Digitalfotografie hat es mir da einfach gemacht. Ich habe mir einfach eine Kamera in die Hand genommen und solange schlechte Fotos gemacht, bis irgendwann endlich ein paar gute dabei raus kamen. Die Kamera selbst und das Leben waren also meine Schule. Zuerst mussten die Automatikprogramme herhalten, irgendwann nutzte ich dann die Halbautomatik-Programme und inzwischen fotografiere ich meistens nur noch im manuellen Modus. Ich habe also stets Stück für Stück dazugelernt. Und zwar nicht das was gerade auf dem Lehrplan stand, sondern das was ich gerade wollte bzw. um das Problem zu lösen, vor dem ich gerade stand.

Ich mache was ich will

Ich stand noch keinen einzigen Tag in meinem Leben in einem festen Angestelltenverhältnis. Das Längste war ein Praktikumsvertrag über 3 Monate bei der Firma Clickstorm (Gruß an Ronny und Danny). Ansonsten habe ich nach der Schule, die ich mit 18 verließ, gejobbt und mich dann mit 21 gleich selbständig gemacht. Nun sind es mittlerweile 14 Jahre, die ich selbständig bin (davon 10 als Fotograf). Und ich könnte es mir nicht besser vorstellen. Ich fange an zu arbeiten, wann ich es möchte und höre damit auf, wenn ich es für richtig halte. Ich bin nur mir selbst und meinen Kunden gegenüber Rechenschaft schuldig und stehe auch nur für meine eigenen Dinge gerade.
Wenn ich nicht arbeiten will, mache ich das nicht. Ich muss eben nur mit der Konsequenz leben, dass ich dann auch kein Geld verdiene. Ich kann jeden Tag die Richtung wechseln, heute fotografiere ich noch Menschen, doch morgen vielleicht schon Blumen und Insekten. Die fotografischen Themen sind so schier unendlich, dass man immer etwas finden wird, was einen interessiert (was natürlich nicht heißt, dass man mit allem Geld verdienen wird). Kurzum: ich habe den Beruf, den viele als Hobby haben. Das hat zwar auch immer gewisse Nachteile, vor allem wenn es mal gerade nicht so gut läuft, aber die Vorteile überwiegen ganz klar.

Ich brauche nur mich

Ich bin ein sehr geselliger Mensch und mag es unter Freunden und netten Menschen zu sein. Aber die Grundtendenz ist, dass ich meinen Weg lieber alleine gehe. Ich habe oftmals eine genaue Vorstellung davon, wie die Dinge für mich laufen sollen und wenn ich diese Vorstellung nicht habe, dann frage ich Menschen bei denen ich glaube, dass sie es wissen. Doch in einem gleichberechtigen Team arbeiten fällt mir sehr schwer. Denn wenn ich an einem Projekt arbeite, das ich hier und da ganz anders gemacht hätte, verliere ich schnell wieder die Lust.

Als Fotograf habe ich den Vorteil, dass ich grundsätzlich niemanden brauche. Ich kann von der Idee, zum Konzept, über die Umsetzung bis hin zum fertigen Produkt – dem Foto – alles selbst machen. Sicher bediene ich mich dabei der Hilfe von Visagisten, Assistenten, Druckereien und Co., doch in zahlreichen fotografischen Bereichen kann ich das alles nur alleine mit meiner Kamera lösen und brauche niemanden.

Ich kann überall sein

Fotografie funktioniert bis auf wenige Einschränkungen überall auf der Welt gleich. Es gibt bei einem Foto keine Sprachbarriere. Daher kann ich grundsätzlich überall auf der Welt arbeiten, wenn ich denn nur mein bisheriges Leben „hinter mir lassen“ möchte. Ich kann um die Welt reisen und Reisereportagen anfertigen, ich kann an den Brennpunkten der Welt unterwegs sein und am Puls des Geschehens Teil haben, ich kann um die Welt fliegen und für die großen Modelabels arbeiten, ich kann aber auch in der Kleinstadt XY ein Fotostudio für Lieschen Müller betreiben. Sicher klingt es alles einfacher als es ist und jeder dieser Schritte ist mit einer Menge Arbeit und Energie verbunden, aber wenn man sich für einen dieser Wege entschieden hat, steht er einem offen. Ob es dann auch ein Erfolg wird, steht auf einem anderen Papier. Ich für meinen Teil habe mich derzeit dafür entschieden Fotograf in Leipzig zu sein. Aber ich spüre langsam, dass es mir in den Fingern kribbelt auch mal woanders zu arbeiten.

Ich darf mich ausdrücken

Es gibt den wunderbaren Satz „Jedes Foto eines Fotografen ist auch ein Selbstportrait“. Und darin steckt viel Wahrheit. Denn alleine schon für welchen Bereich der Fotografie ich mich entscheide, kann eine Menge über meine Persönlichkeit aussagen. Sicher fotografieren wir alle das Gleiche. Der eine Gesichter, der andere Produkte, wieder ein anderer Essen und noch ein anderer Architektur. Und dennoch fotografieren wir es stets anders, denn wir sehen das Leben anders. Jeder fotografiert sein Sujet auf diese Art und Weise, wie sein eigener Anspruch von Ästhetik ist. Und auch das sagt wieder eine Menge über die eigene Persönlichkeit aus. Und das macht die Fotografie so spannend und abwechslungsreich.
Zu mir kommen oftmals Menschen, vor allem meine Privatkunden, und sagen so etwas in der Art wie „Ich habe keine Vorstellungen was genau ich für Fotos will. Mach einfach was du möchtest und für richtig hältst.“ Ist das nicht toll? Das sagt, dass die Menschen genau meine persönliche Sichtweise auf sich möchten. Das rückt mich von der Seite des Dienstleisters ein Bisschen mehr in die schöpferische Richtung, manche würden es als künstlerisch bezeichnen. Der Mensch möchte nicht ein bestimmtes Foto von ihm, er möchte meinen Blick und meine Sichtweise auf sich von mir. Er möchte, dass ich mich selbst verwirkliche durch ihn, in ihm, mit ihm. Das ist ein wunderbares Gefühl.

Die Menschen kommen zu mir, weil sie genau meine Sichtweise auf die Welt wollen. Sie kommen nicht zu mir, weil ich gerade in der Nähe bin oder ein austauschbares Produkt zu einem besonders günstigen Preis anbiete. Nein sie kommen weil ich der Fotograf bin, der ich bin. Und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich muss Beruf und Privat nicht trennen

Wenn ich irgendwo unterwegs bin, in einer Bar, im Urlaub oder in der Natur, dann sprühen oftmals nur so die Ideen. Denn meine Umgebung inspiriert mich. Dann kommt es vor, dass ich gern an diesem Ort fotografieren möchte. Einfach so. Ohne einen bestimmten Zweck. Nur weil mir danach ist. Das ist dann der Punkt an dem mein Berufsleben und Privatleben eins wird. Ich kann beides nicht voneinander trennen. Ich arbeite nicht als Fotograf, sondern Fotograf ist ein Teil meiner Persönlichkeit. Wenn ich interessante Menschen auf der Straße sehe, dann will ich sie fotografieren. Wenn ich spannende Locations sehe, dann will ich in ihnen fotografieren oder meine Bilder dort ausstellen. Und wenn mich ein Thema bewegt, dann möchte ich es fotografisch interpretieren. Ständig gibt es da diesen Austausch zwischen meinem innersten Gefühlsleben und dem Fotografen. Beide sind unzertrennlich wie der Tänzer von der Musik.

Ich darfe Menschen bewegen

In den 10 Jahren, die ich jetzt fotografiere, haben viele Menschen meinen Weg gekreuzt. Einige davon verfolgen meine Arbeiten schon seit vielen Jahren. Andere interessieren sich vielleicht mal phasenweise für meine Fotos. Doch sehr oft bekomme ich bewegende Kommentare und Nachrichten von Menschen, die mir sehr persönliche Dinge von sich schreiben. Oftmals sind es intime Erlebnisse, die sie mit meinen Bildern verknüpfen. Manchmal auch ganze Schicksale. Menschen schreiben mir, dass sie besonders positive Gefühle beim Betrachten meiner Bilder empfinden. Aber sie schreiben mir auch, wenn meine Bilder in ihnen etwas negatives berühren.

Es ist wunderbar, dass mich andere Menschen an ihren Gefühlen teilhaben lassen. Dass Menschen über Gefühle sprechen. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass meine Fotos – trotz der Bilderflut in der wir leben – dennoch andere tief in ihrem Innersten berühren.

Ich bin ein Weltenwandler

Am interessantesten an meiner Arbeit finde ich aber, dass ich ständig neue und spannende Menschen kennenlerne. Ich sehe mich oftmals als eine Art Weltenwandler, denn vom alternativen Künstler aus der OFF-Szene bis zum Spitzenmanager eines Konzerns lerne ich ganz unterschiedliche Charaktere kennen. Die Menschen zeigen mir wie vielfältig das Leben ist und wie unterschiedlich die Sichtweisen. Ich durfte zahlreiche Künstler kennenlernen, die Dinge machen, von denen ich nicht zu träumen wagte. Der eine hat das Feuer für sich entdeckt und macht Feuershows, ein anderer baut Maschinen und Skulpturen die lebendig wirken, wieder ein anderer gestaltet Kleider aus Metall. Auf der anderen Seite kenne ich Menschen, die Unternehmen erfolgreich gemacht haben, alles in Gold verwandeln was sie in die Hand nehmen oder es deren Leidenschaft ist sich durch Zahlen und Statistiken zu wühlen, damit am Ende unter dem Strich wieder alles stimmt.
Ich durfte durch meine Arbeit so viele Menschen kennenlernen, denen ich so vielleicht niemals begegnet wäre.

Diese und viele Gründe mehr machen für mich den Job des Fotografen zum besten Job der Welt. Denn ich habe das Gefühl hier sehr viel Freiheit zu haben und über mein Leben selbst bestimmten zu können.

Und das tut verdammt gut.

 


Blogparade

Zum Thema „Fotograf, der beste Job der Welt“ rufe ich hiermit meine Blogparade ins Leben. Mit der Blogparade möchte ich dich ganz herzlich einladen, mit mir deine ganz persönlichen Erfahrungen und Sichtweisen zum Thema zu teilen. Ich bin neugierig, warum ist Fotograf für dich der beste Beruf der Welt?. Warum genau dieser und kein anderer? Was sind deine positiven Erfahrungen? Warum möchtest du nichts anderes machen? Oder ist vielleicht ein ganz anderer Job der beste der Welt? Warum genau dieser? Schreib davon!

Was bringt dir das?

  • Es macht Spaß anderen Menschen zu sagen, warum Fotograf der beste Job der Welt ist.
  • Außerdem erwähne ich in einem Fazit-Artikel alle Beiträge mit einem Link (Do-Follow-Links). Dadurch entsteht für dich ein themenspezifischer und damit für Google relevanter Backlink.
  • Außerdem werbe ich auf verschiedenen Social Media Kanälen für die Blogparade und sowohl Teilnehmer als auch Leser werden auf deinen Blog aufmerksam.
  • Es erweitert das Netzwerk ein Stück mehr und vielleicht ergibt sich aus der Blogparade der eine oder andere interessante Kontakt für dich.

Deine Teilnahme an der Blogparade

Schritt 1: Veröffentliche einen Artikel zum Thema „Fotograf, der beste Job der Welt“ auf deinem Blog.

Schritt 2: Verlinke innerhalb deines Beitrags auf http://www.merkesdir.de und gib einen Hinweis auf die Blogparade „Fotograf, der beste Job der Welt“.

Schritt 3: Hinterlasse im Artikel einen Kommentar, in dem du auf deinen Artikel verlinkst.

Wie lange läuft die Blogparade?

Meine Blogparade endet am Sonntag, den 25. Oktober 2015 um 23:59 Uhr. Du hast also insgesamt vier Wochen Zeit um deinen Artikel zu veröffentlichen.

Ich freue mich schon auf deine Ideen und bin sehr gespannt warum Fotograf für dich der beste Job der Welt ist.

Wie geht eine Blogparade?

Wenn du wissen willst wie eine Blogparade funktioniert, kannst du dich vorher informieren.

(Foto: Chris Marten)

 

8 Kommentare für “Blogparade: Fotograf, der beste Job der Welt”

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